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Grundsätzlich kann der Gehalt von Selen in den
Lebensmitteln unterschiedlich sein, es kommt ganz
auf die Beschaffenheit des Bodens an. In der
Bundesrepublik angebaute Nahrungsmittel enthalten
im Vergleich zu anderen Ländern sehr wenig Selen.
Praktisch könnte man Pflanzen Selen in einer
Blattdüngung zuführen, diesen Schritt hat allerdings
erst Finnland getan, dessen Böden noch weniger Selen
aufweisen als die unsrigen.
Bei einer Untersuchung von Brotgetreide wurde 1988
und 1989 ( Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel-
und Fettforschung in Detmold) der Selengehalt mit
ca. 20 Mikrogramm pro Kilogramm ermittelt. Die Mehlart
(Vollkorn oder Weissmehl) spielt hierbei keine Rolle.
Auch beim Kochen und Backen ändert sich der Selengehalt
kaum. Brote die Ölsaaten, wie etwa Sonnenblumenkörner
enthalten weisen hingegen mehr als doppelt soviel Selen
auf, also ca. 5,1 Mikrogramm je 100 Gramm Brot.Der Grund
hierfür ist, daß die Ölsaaten meist aus den USA stammen,
deren Böden höhere Selenwerte aufweisen. (Der Selengehalt
amerikanischen Weizens ist mehr als 10 mal so hoch, als
der in der Bundesrepublik, kanadischer sogar 50 mal (!!!)
so hoch). Über Brot aus deutschen Lande kann also der
Bedarf an Selen nicht gedeckt werden. Ähnlich ungünstig
ist die Versorgung bei Obst und Gemüse, der Selengehalt
entspricht ungefähr dem von Getreide.
Selen wirkt als wasserlösliche Antioxidans und muß täglich
neu
aufgenommen werden. Selen unterstützt die Wirkung des
fettlöslichen Vitamin E.
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